RAMPF-Gruppe übernimmt Dichtungsschaumsparte von Chemque, Inc. Umfassendes Produktportfolio ebnet Weg zum Marktführer
Grafenberg/Wixom/Rexdale Bis jetzt haben alle dicht gehalten, doch nun ist es offiziell: die Dichtungsschaumsparte von Chemque Inc. aus Rexdale, Ontario, Canada wird zum 1. Januar 2009 in die RAMPF-Gruppe integriert. Die Geschäftsführer beider Firmen sind sich einig: Das so zusammengeführte Know-how und das weltweite Vertriebs- und Service-Netzwerk der RAMPF Gruppe bringen den Kunden wasserdichte Vorteile. Über den Kaufpreis haben die Partner Stillschweigen vereinbart.

Michael RAMPF, Geschäftsführender Gesellschafter der RAMPF-Gruppe bei der Vertragsunterzeichnung.

Das Gebäude der RAMPF Group, Inc. (Wixom, USA). Ab Januar 2009 geht hierin die Dichtungsschäume von Chemque auf
Ab Januar 2009 übernimmt die RAMPF-Gruppe die Sparte "Dichtungsschaum" der Chemque Inc. Eine Win-win-Beziehung. Ziel der Übernahme: RAMPF will sich weltweit im Bereich Dichtungsschaum als Marktführer etablieren. Die Dichtungsschäume von Chemque ergänzen das umfassende Produktportfolio von RAMPF optimal. So gehören auch FDA- und UL-gelistete Systeme ab sofort zum Produktprogramm der RAMPF-Unternehmen. Die Planung sieht vor, an zwei Standorten zu produzieren und von dort aus den Vertrieb abzuwickeln. Der europäische Markt wird von der deutschen RAMPF Giessharze GmbH & Co. KG versorgt. Die us-amerikanische Tochter, RAMPF Group, Inc. (Wixom, Michigan), betreut die Kunden der NAFTA-Region.
"Wir sind ganz offen aufeinander zugegangen", kommentiert Michael Rampf, Geschäftsführender Gesellschafter der RAMPF-Gruppe, die Zeiten der Gesprächsaufnahme. Chemque verfügt über einen erstklassigen Ruf im Bereich der Dichtungsschäume und erfreut sich großer Bekanntheit weit über Nordamerika hinaus. Jahrelange Erfahrung und hochwertige Produkte, die für kontinuierliche Qualität und hohen technischen Nutzen stehen, sollen RAMPF neue Wachstumspotentiale eröffnen. Umgekehrt weiß Chemque-Besitzer Alex Boitre einen Teil seines Lebenswerks in guten Händen: "Wir sind froh einen so zuverlässigen Partner gefunden zu haben. Das weltweite Netzwerk der RAMPF-Gruppe und das umfassende Know-how, nicht nur im Bereich der Dichtungsschäume, sondern auch in der Applikationstechnologie, sind ein echter Pluspunkt. Wir pflegen ein sehr enges Verhältnis mit unseren Kunden. Uns war es wichtig zu gewährleisten, dass unsere langjährigen Kunden weiterhin persönlich betreut werden und eine einwandfreie Qualität erhalten. Wir hatten andere Interessenten. Wir hätten jedoch an niemand anderen als RAMPF verkauft!"
Anders als in der RAMPF-Gruppe, konnte die Nachfolge bei Chemque nicht familienintern gelöst werden.
Alex Boitre und Michael Rampf kennen sich bereits länger. Seit Jahren arbeiten ihre Firmen sehr eng zusammen und haben auch in einem Gemeinschaftsprojekt eine neue Technologie bis zum Patent entwickelt. "Wir werden das Co-Dispense zu Serienreife weiterentwickeln und damit im Dichtungsmarkt neue Akzente setzen", lässt ein selbstbewusster Michael Rampf verlauten.
Die RAMPF-Gruppe ist ebenso wie die Chemque ein Familienunternehmen. Gleichermaßen stehen Mitarbeiter und die Nähe zum Kunden im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie: "Wir entwickeln Lösungen nach Maß. Wir hören gut zu und schaffen Produkte mit den Eigenschaften, die der Kunde für seine spezielle Anwendung benötigt", meint Franz-Josef Giesen, Produktmanager für Dichtungsschäume im Hause RAMPF Giessharze.
RAMPF ist mit sechs Firmen am Hauptsitz in Deutschland sowie mit Tochtergesellschaften in den USA, Japan und China vertreten. Hinzu kommt ein enges Netzwerk an zuverlässigen Partnern, welche die weltweite Betreuung sicherstellen. Mitglied der RAMPF-Gruppe ist auch die RAMPF Dosiertechnik GmbH & Co. KG. Mit weltweit über 1.700 realisierten Lösungen mit Misch- und Dosieranlagen sowie patentierten Mischsystemen, hat RAMPF sein Können oft genug bewiesen. "Die Kunden haben einen echten Vorteil: Maschine und Material aus einer Hand, das ist unser Full-Service-Angebot", hebt Michael Rampf die Vorteile des Unternehmensverbundes hervor.
Die seit 2003 in Wixom, Michigan, ansässige RAMPF Group, Inc. wird in Nordamerika die Geschäfte der Dichtungsschaumsparte weiter ausbauen. Ab Januar wird ein Mitarbeiter aus dem Vertrieb von Chemque übernommen. Damit ist der Standort optimal gerüstet für alle Anfragen auf Material- und Maschinenseite. Der dortige Geschäftsführer Jürgen Penker ist stolz auf seine Mannschaft: "Ich habe ein erfahrenes Team. Wir stellen im nordamerikanischen Markt die bestmögliche Alternative für Systemlösungen aus einer Hand dar, wenn es darum geht, Bauteile zu vergießen, abzudichten oder zu verkleben."
Seit März 2008 werden am Standort Wixom auf modernsten Produktionsanlagen Giessharze und Dichtungsschäume produziert. "Alles war perfekt vorbereitet. Seither können wir noch flexibler auf die Anfragen unserer Kunden reagieren. Wir freuen uns auf die neuen Produkte. Die Übernahme der Chemque-Dichtungssparte ist ein großer Schritt und eröffnet uns neue Möglichkeiten", so Penker.
www.rampf-gruppe.de
Die RAMPF-Gruppe mit Sitz in Grafenberg gehört mit rund 440 Mitarbeitern und einem konsolidierten Umsatz von 91,1 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Reaktionsgießharze und Maschinensysteme. Seine Präsenz am Markt sichert sich RAMPF mit sechs Firmen - RAMPF Automation (Neumarkt, Österreich), RAMPF Giessharze (Grafenberg, Deutschland), RAMPF Dosiertechnik (Zimmern o.R., Deutsch-land), RAMPF Tooling (Grafenberg, Deutschland), EPUCRET Mineralgusstechnik (Wangen bei Göppingen, Deutschland) und RAMPF Ecosystems (Pirmasens, Deutschland). Sie alle sind unter dem Dach einer Holding vereint. Wichtige Auslandsmärkte sind neben Europa, Asien, die USA und Mexiko. So unterhält RAMPF eigene Vertretungen in den USA, Japan und China.




