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02.05.2007

Schwingst Du noch oder dosierst Du schon?

Erste RAMPF Misch- und Dosieranlage mit Mineralgussbett

Genauigkeit gleich RAMPF Dosiertechnik plus EPUCRET Mineralgusstechnik. Mit dieser einfachen Formel haben die Mitglieder der RAMPF-Gruppe erstmals eine etwas andere Misch- und Dosieranlage entwickelt. Der Dosierroboter DR-CNC steht fest auf einem Mineralgussbett und appliziert höchst präzise Silikondichtungen auf Filtergehäuse.

Dosierroboter DR-CNC steht fest auf einem Mineralgussbett

Bei bis zu 16 Bauteilen in einer Aufspannung trägt die Dosieranlage Dichtungen aus Silikon auf – ohne die Dichthöhentoleranz von weniger als 0,1 Millimeter zu überschreiten. Um bei jedem Vorgang dieselben Dichtungsmaße zu erhalten, setz-te EPUCRET Mineralgusstechnik bei den tragenden Elementen der Maschine an. Die Experten der Engineeringabteilung entwarfen ein neues Maschinenbett mit höherer Eigensteifigkeit. Grundlage bildete eine Blechmantelkonstruktion gefüllt mit dem Hochleistungswerkstoff EPUMENT Mineralguss.

Der Werkstoff Mineralguss besteht aus zwei wesentlichen Bestandteilen, einem mine-ralischen Füllstoffgemisch und einem Bindemittel auf Reaktionsharzbasis. Die genaue Rezeptur bestimmt die Anforderung - im vorliegenden Falle das Reproduzieren der Bauteillage nach dem Bauteilwechsel. Ein optimales Masse-Steifigkeitsverhältnis sowie hervorragende Dämpfungseigenschaften machen den Grundkörper des DR-CNC stabil und träge. Zusätzlich verhindern die hohe spezifische Wärmekapazität sowie niedrige Wärmeleitfähigkeit des Mineralguss thermisch bedingte Deformationen. Von außen sind insbesondere Strahlungseffekte, Luftzirkulationen sowie der Temperaturgradient in der Werkhalle von Bedeutung. Zu den inneren Wärmequellen zählen Pumpen, Motoren, Hydrauliken, Führungen und Spindeln.

Für ein präzises, gleich bleibendes Dosierergebnis sind neben den Vorteilen von Mi-neralguss, die Vorzüge des DR-CNC in die Waagschale zu werfen. Der Misch- und Dosierroboter von RAMPF Dosiertechnik verfügt über variable X-Y-Z-Verfahrhübe. Sie ermöglichen den dreidimensionalen Materialauftrag. Mit modernster Steuerungs-technologie kombiniert die Maschine das Dosiersystem mit wartungsfreien CNC-Linearachsen. Ein optimales Zusammenspiel von Dosierprozess und Bewegungsab-läufen ist die Folge. Aber damit nicht genug: die Anlage arbeitet äußerst sauber. Denn sie entspricht den Anforderungen der Reinraumklasse ISO7. Das bedeutet sämtliche Partikelemissionen sind durch spezielle Abdichtungen und kontrollierte Luftströmun-gen auf ein Minimum reduziert.

„Die Frage, schwingst Du noch oder dosierst Du schon, wäre damit beantwortet“, sagt Dr. Utz-Volker Jackisch. Der Geschäftsführer von EPUCRET schmunzelt. Die firmen-übergreifende Zusammenarbeit hat sich gelohnt. „Die Synergieeffekte im Maschinen-bau sind unschlagbar“, ergänzt Hartmut Storz. Der Vertriebs- und Marketingleiter von RAMPF Dosiertechnik sieht in der gemeinsamen Neuentwicklung den Startschuss für weitere Projekte.